Imperativer Motz!

Zum Kuckuck, das muss ich jetzt einfach loswerden! Achtung, Rotfrau grantelt ordentlich!

Es heißt NICHT „schreibe“, „mache“ oder „lese“ irgendwas, sondern „schreib!“, „mach!“ und “ lies!“

Der deutsche Imperativ wird mit dem Wortstamm der zweiten Person gebildet: (im Regelfall) einfach nur das – st im Singular weglassen. Es gibt Ausnahmen, aber auf die gehe ich jetzt nicht ein.

Du nimmst –> Nimm dir das zu Herzen!

Du schreibst dir das hinter die Ohren. –> Schreib dir das hinter die Ohren!

Beim Imperativ darf man bitte gerne unbedingt ein Ausrufezeichen setzen und wenn man mehreren Menschen etwas „befehlen“ möchte, dann benutzt man die Pluralform der zweiten Person:

Lernt den Imperativ! Macht das!

Verzeihung, aber das nervt mich inzwischen ganz furchtbar. Selbst vermeintlich gebildete Medien präsentierten schon eine falsche „schreibe“-Schreibe.

43 Gedanken zu “Imperativer Motz!

  1. Pingback: Gefunden: Imperativer Motz! | Textflash Autorenberatung

  2. Guten Tag,

    „Empfiehl diesen Post und den Blog!W – zum lesen und teilen des Posts und des Blogs empfohlen!

    Viel Erfolg und alles erdenklich Gute und viel Erfolg!

    Liebe Grüße

    Christiane

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    • Öhom…Zugegeben, ich selbst schreibe „der Blog“, weil es erstens laut Duden zulässig ist und weil es meinem Sprachgefühl mehr zusagt als „das Blog“. Spreche ich vom Weblog, so klingt „das“ für mich angemessener.
      Und den aussterbenden Konjunktiv glaube ich auch schon einmal öffentlich betrauert zu haben. Muss direkt mal nachsehen.

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    • Befehle sind ja auch nicht schön.
      Ich vergesse daher im echten Leben niemals, ein Bitte an den Imperativ zu hängen.
      Aber bei einem Motzartikel darf man ruhig mal etwas barscher formulieren, nicht wahr?

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  3. Ich grantel mit!
    Schlimm, dass die Kindern heute auch noch Deutschlehrer vor die Nase gesetzt bekommen, die ihre Muttersprache nicht beherrschen, also auch nicht vermitteln können. Der aktuelle Lehrer meiner Tochter kann weder mit dem Imperativ noch mit „als“ und „wie“ richtig umgehen. Mein Kind kann das und wird deswegen gerne mal schief angesehen.
    Danke für den Beitrag!

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      • Oh je, die moderne Apostrophie, nicht ganz englisch und nicht mehr deutsch, gewürzt mit einer Prise Phantasie. Das allerdings scheint der besagte Lehrer zu beherrschen, da hat Töchterchen nicht gemeckert 😉
        Heute merkt keiner mehr, dass die korrekte Anwendung derartiger Regeln das Verständnis von Texten ungeheuer erleichtern kann, man hält es eher für Schikane.

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        • Das könnte vielleicht daran liegen, dass viele schlichtweg nicht mehr lesen! Selbst kürzeste Artikel werden auf SPON am Ende für den neuzeitlichen Schnellleser zusammengefasst! Bedenklich.

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  4. Ich wundere mich, denn so ein falscher Imperativ ist mir noch nicht untergekommen (hehe). Wirklich nicht. Aber ich lese ja nicht mehr so viel auf Deutsch. Hört/liest sich schrecklich!

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