Zwölf Monate – durch’s Jahr gelaufen [8]

Sie werden es nicht glauben, aber es war tatsächlich exakt so, wie ich es im Folgenden schildere:

Wir sitzen im Wald, ein Tässchen Kaffee in der Hand, Aachener Printen mampfend [September! Ja, ich weiß, aber ich war letzte Woche in Flensburg und konnte einfach nicht widerstehen!]  und die herrliche Ruhe genießend.

Da mummelte ich zu meinem wundervollen, großen, schwarzen Mann: „Du, weißt was? Ich bescheiße jetzt einfach. Ich fotografier heute meine Füße und jubel das nächsten Sonntag unter die 12 Monate!“

Gesagt, geknipst:

September.jpg

Ich wusste, es war der 24. September und in meinem Kopf pluppte ein 24 + 7 = 31 auf. Passt also.

Um 23 Uhr in der Nacht fiel mir dann aber, dass der September gar keine 31 Tage hat, ergo der letzte Sonntag des Monats schon fast abgelaufen war. Und wie viele Leser inzwischen wissen, nehme ich doch an Zeilenendes Fotoprojekt teil! Leider heute nachträglich, aber nun brauche ich gar nicht mehr zu bescheißen und kann frei von der Leber plaudern, wo genau sich Frau Meermond am letzten Sonntag im September herumgetrieben hat.

Obwohl ich das heute gar nicht so gerne verraten möchte, weil…sehen Sie selbst:

[drauf klicken –> groß]

In Nordjütländischen Wäldern, meist Laubwälder, fühlt man sich in eine Fabelwelt versetzt. Man glaubt, zwischen den Bäumen Trolle zu erspähen und lauscht, ob man nicht doch ein Heinzelmännchen hören kann. Unsere Zwillinge lieben es, in die Wurzel“höhlen“ zu gucken, hohle, moosbedeckte Baumstämme zu untersuchen, ob die nicht vielleicht doch Kamine der hier „Nisse“ genannten Männchen sind.

Am vergangenen Montag war ich mit den Kindern Pilze sammeln gewesen und da hatte der kleine Wikinger ein verlorenes, selbst gebasteltes Holzschwert aus einem beeindruckend geraden Ast entdeckt.

Oje.

Nur eines.

Natürlich mussten wir am Wochenende noch einmal da hin, um endlich auch das Schwert zu finden, das die Heinzelmännchen dort für den Belgier versteckt hatten. An Pilzen waren wir eigentlich gar nicht interessiert, wir wollten eher im Märchenwald wandern und herumkraxeln. Staunen und entdecken.

Tja, und wir haben tatsächlich entdeckt. Und noch mehr gestaunt:

Natürlich erübrigt sich die Frage, ob denn die Heinzelmännchen auch ein Schwert für unseren Belgier gebastelt und versteckt hatten. 😉

32 Gedanken zu “Zwölf Monate – durch’s Jahr gelaufen [8]

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  3. Wie gut, dass du bescheißen wolltest! 🙂
    Aachener Printen. Ich kann dich gut verstehen. Selbst hier unten im Süddeutschen gibt es sie kaum zu kaufen. Ich fahre im Oktober zu meinen Eltern … Und decke mich auch hemmungslos ein. *g* Schokoguss oder glasiert? 😉

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  5. Wunderwundervoll. Ein Wald ist ein wahres Zauberwesen. Bei unserer nächsten Nordjütlandreise habe ich fix schon Lille Vildmose eingeplant. Da hatte ich mal eine Doku gesehen und mich spontan verliebt.

    Liebe Herbstgrüße in den hohen Norden
    Veronika vom Bodensee

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    • Liebe Veronika,
      ich kann dich so gut verstehen, denn das lille vildmose „juckt“ mich auch schon. Bislang begeisterten wir uns im store vildmose, weil es einfach näher ist. Lustigerweise ist das „store“ kleiner als das „lille“…. 😉
      Bald zeige ich dir dann ein paar Bilder vom lille vildmose hier 😉
      Ich grüße dich ganz herzlich in den tiefen Süden,
      Meermond

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  6. Bin sehr sehr gern mitgewandert, mitgekrochen. Die Höhlen zwischen den Baumwurzeln erinnern mich an mein „Erdgeister“-Legebild (https://gerdakazakou.com/2015/11/06/elementargeister-erdgeister/)
    In solchem Wurzelgeflecht leben auch Schlangen, ich weiß nicht, ob in Dänemark, hier in Griechenland sicher. Ich sah welche zwischen den riesigen Wurzeln von Platanen, die sebst wie Schlangen aussehen. Liebe Grüße!

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  7. Ich weiss nicht einmal was Aachener Printen sind …

    In die Höhlen wäre ich als Kind auch reingekrabbelt. Wie gesagt, an der Stelle hat niemand sonst gesammelt, sonst wären die Pfifferlinge nicht so gross geworden. Sag niemandem, wo du die gefunden hast, nicht einmal mir!!! 😉

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  8. Ein Aufenthalt im Zauberwald tut immer gut. In meiner Heimat in den Bayerischen Bergen gibt es auch Wälder, in denen man sich in eine Fabelwelt versetzt glaubt…
    An den feinen Schwammerln hätte ich auch nicht vorbei gehen können. Die haben ganz sicher hervorragend geschmeckt. 🙂

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